Handwerk – Rixdorfer Schmiede

Handwerk – Rixdorfer Schmiede

Handwerk – Rixdorfer Schmiede

In den letzten Tagen war ich viel unterwegs und habe viele gute Unterhaltungen mit Menschen geführt, die ihre Leidenschaft leben.
Es war auch nicht notwendig wörtlich zu sagen, dass Sie ihren Traum leben. An ihrer Art und Weise, ihren Worten und wie sie es sagten, erkannte ich deutlich, dass diese Personen glücklich und erfüllt sind, mit dem, was sie tun.

Heute möchte ich euch eine dieser Personen vorstellen.

Martin ist Schmied in der Rixdorfer Schmiede in Neukölln. Ich hatte die Gelegenheit, ihn am Tag des offenen Denkmals zu besuchen und ihn bei seiner Berufung zu fotografieren.

Circa 2 Stunden verbrachte ich in der bereits 400 Jahre alten Schmiede. Es kam mir nicht mal annähernd so lange vor. Ich habe es einfach genossen, Martin bei dem Erhitzen, Hämmern, Ziehen und Biegen zu beobachten. Den dazugehörigen Erklärungen und Anekdoten aus bereits längst vergangenen Tagen verfolgten weitere Besucher und ich gespannt. Er hat uns sehr gut unterhalten, wie ich finde.

Diese Erfahrung hat bei mir so großen Eindruck hinterlassen, dass ich völlig begeistert war und mir sagte: „Da draußen muss es doch noch weit mehr solcher Experten geben. Leute aus dem alten Handwerk, die sich zu ihrer Arbeit berufen fühlen – aus Leidenschaft.“

Also habe ich mich dazu entschieden, ein weiteres Langzeifotoprojekt zum Thema Handwerk zu erarbeiten.

Und deshalb bitte ich dich als interessierten Leser um deine Unterstützung.

Kennst du in deinem Kiez eventuell alte Handwerksbetriebe?

Schreib mir gerne ein Kmmentar mit deinen Vorschlägen, Ideen oder auch Anregungen. Ich bin gespannt darauf, welche interessanten Menschen ich dabei begegnen und kennenlernen darf.

Homeless – die Würde des Menschen ist antastbar

Homeless – die Würde des Menschen ist antastbar

 

19.06.2021

Ein Teil der Gesellschaft

 
In Berlin gibt es nachweislich die meisten Obdachlosen Menschen. „Obdachlos“ bedeutet übrigens nicht nur, dass Menschen auf der Straße leben, sondern ebenfalls, dass sie keinen festen Wohnsitz haben und nur bei Freunden und Bekannten illegal untergekommen sind. Auch ich stand Anfang 2020 kurz vor der Obdachlosigkeit und habe am eigenen Leib erfahren können, wie schnell das gehen kann obdachlos zu werden. Aber das ist eine andere Geschichte.
 
In der Bahn begegnet man nahezu täglich Jemandem, der sein Glück mit dem Verkauf von einem Obdachlosenmagazin, zum Beispiel Kompass (damals Straßenfeger), versucht. Oder jeder kennt diesen einen Obdachlosen Menschen, den man ständig auf dem Weg zur Arbeit oder auf dem Heimweg trifft.
 
In dem Zusammenhang sehe ich leider auch ganz viele Menschen, die mit mir gemeinsam in der Bahn sitzen und von Punkt a nach Punkt b fahren, aber den Obdachlosen Menschen nicht mal eines Blickes würdigen. Ist es nicht schon schlimm genug, dass jemand versucht mit dem Obdachlosenmagazin, welches die Verkäufer übrigens oft erstmal selbst abkaufen müssen, über die Runden zu kommen?
 
 
Nein, denn Sie werden auch oft mit Ignoranz gestraft. Ist es denn wirklich zu viel verlangt, der Person einfach mal in die Augen zu schauen und vielleicht auch ein Lächeln zu schenken, oder einfach nur: „Viel Glück weiterhin!“ oder lediglich guten Tag zu wünschen? Ich persönlich empfinde Ignoranz als eine der schlimmsten Bestrafungen.
 
 
 
 
 
 

Oft habe ich mich gefragt: „Wie kann ich helfen?“

Vor ein paar Jahren, als ich noch arbeitsunfähig war, habe ich mich dazu entschlossen etwas sinnvolles zu tun und nicht nur in den Tag hinein zu leben. Ich wollte meine freie Zeit damit vollbringen etwas Gutes zu tun. Und bin dann auf die Berliner Obdachlosenhilfe aufmerksam geworden. Damals 2x die Woche immer Mittwochs und Samstags haben wir uns getroffen um Essenspakete für die Obdachlosen vorzubereiten, die wir noch am gleichen Tag an festen Stellen, zu festen Zeiten an die Obdachlosen verteilt haben. Also Brote schmieren, Salat zubereiten, eine warme Mahlzeit und Kaffee kochen. Das war die Arbeit, aber dann folge der schönere Teil des Tages. Die Verteilung der Lebensmittel, und den gespendeten Dingen wie Hygieneartikel und Bekleidung. Ich hatte das Gefühl, dass die gemeinsame warme Mahlzeit das Eis brechen ließ. Und so kam man, mit dem ein oder anderem, ins Gespräch. Es waren spannende, aber auch erschreckende Unterhaltungen gleichermaßen. Diese Personen haben auf jeden Fall etwas zu erzählen und ich finde man sollte sich auch die Zeit nehmen um ihnen zuzuhören.
 

Was kann ich mit diesem Projekt bewirken?

 
Ich kann versuchen den Personen auf gleicher Augenhöhe zu begegnen. Ihnen Beachtung schenken und Ihren persönlichen Geschichten Gehör verleihen. Ich kann ausserdem versuchen mit den Fotos, die ich von diesen Menschen machen darf, Aufmerksamkeit und gleichzeitig ein Bewusstsein für diesen Bereich der Gesellschaft zu schaffen.

Necromorph | Klub Muzyczny Zoo

Necromorph | Klub Muzyczny Zoo

Necromorph | Klub Muzyczny Zoo

Tach jesagt.
Heute berichte ich über das erste Konzert seit langem. Faces of Death. So hieß die Veranstaltung am 8. Januar 2022 in Stettin. Neben Necromorph, waren auch die Dudes von Jehacktet dabei!
Wir hatten uns zur gemeinsamen Abfahrt am ORWOhaus verabredet. Dort haben wir noch ein bisschen gequatscht, während die Autos mit dem Musik Equipment beladen wurden.

Wir sind ca 2h von Berlin nach Stettin gefahren. Wir sind regelrecht geflogen! Als wir in Polen ankamen, waren wir noch viel zu früh – die Location „Klub Muzycny Zoo“ war noch geschlossen – und deshalb sind wir kurzer Hand etwas essen gegangen.

Später in der Location hieß es dann erstmal alles aufbauen, dann geduldig warten und natürlich stand auch noch der Soundcheck auf der To-Do-Liste.

Um 19 Uhr öffneten dann auch die Tore vom „Klub Zoo“ für die Besucher. Nach  und nach füllte sich der Raum. Jehacktet hatte die Ehre den Abend musikalisch einzuleiten. Ich mag die Jungs wirklich sehr und feiere auch ihre Musik. Vor der Bühne fanden sich auch gleich ein paar Leute ein, die dazu getanzt und auch geheadbangt haben. Danach hatte noch die Band „Ashes“ ihren Auftritt. Im Backstage wurden währenddessen  Jehacktet, danach Necromorph interviewt. Die Musiker von Necromorph nutzen die lange Spielzeit von der Band „Ashes“ dazu, sich warm zu spielen. Und endlich betrat Necromorph die Bühne. Meine Aufgaben waren klar – 2 Videos sollte ich machen und den Rest des Konzerts fotografieren. Aber wer mich kennt, weiß ganz genau, dass ich bei guter Musik nicht lange stillhalten kann. Also habe ich mich dann auch noch unter die tanzende Meute gemischt. Hach wie hab ich das vermisst! Die Stimmung war wirklich sehr ausgelassen und wirklich alle Leute vor Ort hatten Spaß an diesem Abend.